NRW wird 60 / "Industriekultur NRW" zeigt Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne
"Die Verbundenheit der Menschen mit Nordrhein-Westfalen ist eine der Stärken unseres Landes. Eine andere ist der konsequente Strukturwandel. Vieles hat sich gewandelt. Die Faszination unserer industriellen Tradition bewahren wir in Nordrhein-Westfalen in einer einzigartigen kulturellen Initiative, in der Erhaltung und Neubestimmung der herausragenden Industriearchitektur. Auch damit zeigen wir, dass traditionell und modern bei uns kein Widerspruch ist, sondern eine Symbiose, die uns stark macht. Ich freue mich, dass über 30 Initiativen beim großen NRW60-Bürgerfest auf der Düsseldorfer Rheinuferpromenade die lebendige Vielfalt der Industriekultur des Landes ansprechend und spannend zeigen."
Mit diesen Worten dankt Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Teilnehmern des Schwerpunktes "Industriekultur NRW" beim großen Bürgerfest zum 60. Geburtstag des Landes am 26. und 27. August. Unter der Federführung des Projektträgers Regionalverband Ruhr beteiligen sich allein 20 Standorte der "Route der Industriekultur" an der umfangreichen Gemeinschaftspräsentation auf der Rheinuferpromenade. Die Route ist die weltweit größte industrietouristische Straße. Auf einem 400 Kilometer langen ausgeschilderten Rundkurs wird die Industrie-, Technik- und Sozialgeschichte des Ruhrgebiets vorgestellt. Die Hauptroute bilden 25 Ankerpunkte, die touristisch attraktivsten Standorte der Industriekultur, 14 Panoramen der Industrielandschaft und 13 sehenswerte Arbeitersiedlungen.
Aber auch in den anderen Regionen des Landes gibt es sehr aktive industriekulturelle Netzwerke. Im Märkischen Sauerland kümmert sich der Verein "WasserEisenLand – Märkische Industriekultur" um die Zeugnisse der Industriegeschichte. Im Bergischen Land/Siegerland organisiert das "Netzwerk Industriekultur Bergisches Land" erfolgreich "Touren zur Industriekultur". Im "Bergischen Ring" bieten verkehrshistorische Vereine und Museen Erlebnis-Fahrten mit historischen Bussen und Bahnen zu Industriekultur-Standorten. Die Themenrouten "Kupfer, Kohle, bunte Tücher" der "Industriemuseen in der Euregio Maas-Rhein" führen grenzüberschreitend zu Stätten der Industriegeschichte in Nordrhein-Westfalen, Belgien und den Niederlanden. Die "Europäische Route der Industriekultur" verbindet Meilensteine der europäischen Industriegeschichte in Großbritannien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland.
Beim NRW60-Fest laden die Initiativen der Industriekultur NRW zu vielfältigen Mitmachaktionen und Vorführungen ein. So werden ein mechanischer Webstuhl vorgeführt, der "Weg der Kohle" von der Entstehung bis zur Verkokung gezeigt, Kauenkörbe verlost, Nadeln und Ziegelsteine produziert, geschmiedet oder eine historische Feldbahn mit Lok und Lore gezeigt. Am Fahrsimulator können die Besucher ihre Reaktionen testen und ihr fahrerisches Können beweisen. Es wird aber auch gezeigt, wie alte Industriegebäude sinn- und stilvoll neu genutzt werden, zum Beispiel als Wohn-, Gewerbe- oder Landschaftspark. Vor allem dieser Spannungsbogen zwischen industrieller Tradition und moderner Nutzung zeigt, was unser Land Nordrhein-Westfalen so reizvoll macht.
Mehr Informationen zum Landesgeburtstag gibt es unter www.nrw60.de.


